Warum Katzen gute Büroleiter sind – 5 Tipps für den Überblick

5 Tipps, wie man den Überblick wahrt und dank Perspektivenwechsel flexibel bleibt

Gerade als Selbstständige und BürotigertippsEinzelunternehmer hat man alle Hände voll zu tun. Da kann man einerseits schon mal den Überblick verlieren und andererseits unflexibel werden, weil man den Blick nicht mehr schweifen lässt. Beides nicht sehr erfolgsversprechend …
Meine beiden Bürotiger erinnern mich durch ihr Verhalten im Alltag immer wieder daran, wie wichtig es ist, die Dinge im Blick zu haben und trotzdem einen Perspektivwechsel vorzunehmen, um (geistig) flexibel zu bleiben.


5 Tipps für den Alltag

Alles im Blick - ideenbeet.com1. Auf den Schränken
Das große Ganze im Blick haben.
Die Position auf dem Schrank verspricht einen super Überblick für den Kater. Nun klettere ich nicht gerade auf den Schrank, aber ich erziehe mich dazu regelmäßig meine Arbeit zu betrachten und Fragen zu beantworten:

 

  • Was gibt es zu tun? An was muss ich denken?
  • Habe ich alles im Blick?
  • Welches Detail fällt mir ins Auge?
  • Worum muss ich mich kümmern?
  • Was sind die kleinen „Schmutzecken?“

Ob die Beantwortung der Fragen in eine To Do-Liste mündet oder eine andere Form ist Typsache. Mir hilft es den Überblick zu wahren. Und wenn sich etwas verschiebt, kann ich flexibel reagieren.

Think outside the box - ideenbeet.com2. Inside the box…
Weg vom Multitasking hin zum Monotasking. Peppi liebt Kartons – und diesen mit Ausblick besonders.
Es erinnert mich daran, wie wichtig es ist in Ruhe zu fokussieren.
Es gibt Aufgaben, denen gehört meine ganze Aufmerksamkeit.
Da muss ich mich geistig auch mal in eine Box zurückziehen, um wirklich konzentriert eine Sache zu erledigen.
Verzetteln und an diversen Baustellen arbeiten, trägt nicht zum Überblick bei.

Den Blick schweifen lassen - ideenbeet.com3. Blick aus dem Fenster
Neue Aussichten bringen neue Ideen.
Einen anderen Sitzplatz einnehmen, den Blick schweifen lassen und das Geschehen draußen beobachten.
Für mich heißt das, wenn es mir möglich ist, mal den Arbeitsplatz zu wechseln, mal mein Büro in den Garten zu verlegen oder in ein Café. Manchmal hilft es auch tatsächlich nur mal woanders hinzuschauen. Da können die Gedanken ein bissel schweifen und bleiben geschmeidig.

 

Planen und Strukturieren - ideenbeet.com4. Mr. Kontrolletti
Die Dinge ganz genau im Blick haben. Millo geht den Dingen gerne ganz genau auf den Grund und kontrolliert die Geschehnisse.
Der große Überblick ist das eine, das andere ist der Alltag mit den vielen Kleinigkeiten. Termine und Aufgaben strukturiert im Blick zu haben, Ordnung zu halten, Deadlines einzuhalten etc.
Struktur trägt für mich zur Entspannung bei. Ich kann mich auf mich selbst verlassen und habe eine Erfolgskontrolle.

 

 

5. Bürogemütlichkeit
In der Ruhe liegt die Kraft.
Powercatnapping - ideenbeet.comFür ein Powernapping reicht es gewöhnlich nicht für mich.
Aber: Ich habe gelernt, dass gerade wenn es hektisch wird, Ruhe ganz wichtig ist. Dann ist es oft hilfreicher, erstmal einen Gang runterzuschalten, um sich zu sortieren, als panisch und kopflos nach vorne zu preschen.
Um die eigenen Gedanken zu sortieren, hilft es innezuhalten. Dann kann ich mir auch wieder einen Überblick verschaffen, mich anpassen oder fokussieren.

Wachsen, entwickeln, Klarheit gewinnen – Coaching für Existenzgründer und Selbstständige

Letzte Woche verließ mich eine Klientin mit den Worten, „Hätte ich so ein Coaching zu Beginn meiner Selbstständigkeit gemacht, hätte ich vieles anders gemacht!“. Sie hatte in unserer Sitzung einiges für sich herausgefunden; Klarheit gewonnen, neue Ideen entwickelt und war sich und ihrer Unternehmerpersönlichkeit viel näher gekommen. Ich freue mich natürlich über die positive Rückmeldung und kann einen Gedanke wie „Hätte ich doch damals schon …“ durchaus nachvollziehen. Andererseits gibt es manchmal auch Umwege, die letztlich wichtige Erkenntnisse bringen und häufig bedarf es auch einfach einiger Zeit, bis sich Ideen entwickeln. Schön ist aber doch zu sehen, dass man immer auch nachbessern und Dinge verändern kann.
Ihre Aussage hat mich aber nachdenklich gemacht … Am Anfang einer Existenzgründung steht oftmals eine klassische Unternehmensberatung, die sich vor allem den harten Fakten annimmt, wie bspw. Businessplan, Buchhaltung, Zielvorgaben, Entwicklung des Coporate Designs oder des viel zitierten Alleinstellungsmerkmals. Das hat auch seine Berechtigung und ergibt Sinn, keine Frage. Schade ist nur, dass häufig die eigene Persönlichkeit, die Leidenschaft, die Interessen und Fähigkeiten dabei kaum zum Tragen kommen. Hier kann ein Existenzgründer-Coaching oder ein Coaching für bereits Selbstständige eine nützliche Ergänzung sein.
Ich erinnere mich noch gut an meine eigene Existenzgründung und die erste Zeit als Selbstständige; an die Erkenntnis, das Theorie und Praxis oft weit auseinanderklaffen oder an das Gefühl, dass Vieles, was ich las, sich nicht so richtig für mich anwenden ließ. Ein allgemeingültiges Rezept gibt es wie so oft im Leben nicht. Und gerade wenn ich mich wie viele andere bspw. als Dienstleister oder Kreativer selbstständig mache, der kein Produkt im klassischen Sinne anbietet, muss ich mich fragen, ob es sinnvoll ist, einen Maßstab anzulegen, der womöglich gar nicht auf mein Unternehmen gemünzt ist.

Sowohl als Coach, als auch aus meiner eigenen Erfahrung heraus, steht für mich heute der Mensch im Vordergrund: seine Persönlichkeit und sein Potential. Er muss das Zentrum der Selbstständigkeit sein – und diese muss zu ihm passen. Das gilt für die Umsetzung einzelner Schritte während der Gründung, wie auch später als Unternehmer. Da können kreative Ideen ganz andere Wege erschließen als traditionelle Akquisemethoden, die unter Umständen gar nicht passen wollen. Da ist es womöglich sinnvoller, sich eine Vision des eigenen Schaffens auszumalen, als nur strenge Ziele zu formulieren. Da kann ein Aktionsplan eine weitaus größere Wirkung haben als der Businessplan.
Selbstständigkeit ist ein anhaltender Entwicklungsprozess, der immer wieder reflektiert werden will: Was läuft gut, wo klemmt es unter Umständen oder was hat sich verändert, worauf es zu reagieren gilt und nicht zuletzt wie ticke ich als Selbstständiger. Ob Existenzgründung oder bereits bestehende Selbstständigkeit wie bei meiner Klientin, wichtig ist, sich den eigenen Weg bewusst zu machen. Denn wer sich selbstständig macht, möchte ja seinen eigenen Weg gehen, seine Idee verwirklichen, seinen Stil realisieren – also sollte man auch auf sich selbst achten und hören. Dann ist Selbstständigkeit Arbeit, Abenteuer und Herausforderung – und macht im besten Falle Spaß und bringt Geld. Also, den Fokus mal auf sich richten, sich kennen lernen und hinterfragen und vor allem: mehr wollen, können und dürfen, als müssen und sollen!

PS: Drei Buchtipps, die ich erfrischend und hilfreich finde, weil man immer mal wieder reinlesen und sich Tipps holen kann oder auch Aufgaben durchspielt und sich nicht zuletzt selbst besser kennenlernt:
Svenja Hofert: Das Slow-Grow-Prinzip. Lieber langsam wachsen als schnell untergehen.
279 Seiten, Gabal Verlag, 2. Auflage 2011, 24,90 €, ISBN-13: 978-3869362366
Tim Clark, Alexander Osterwalder, Yves Pigneur: Business Model You. Dein Leben – Deine Karriere – Dein Spiel. 
256 Seiten, Campus Verlag, 2012, 24,99 €, ISBN-13: 978-3593397252
Beate Westphal: Eigentlich wär ich gern … Wie Sie Ihre Talente zum Traumjob machen
212 Seiten, Campus Verlag, 2010, 17,90 €, ISBN-13: 978-3593390963