„Einfach tun! Warum die 72 Stunden-Regel so effektiv ist“

Suchen Sie sich etwas aus: von der Organisation Ihres Büro über ein Konzept für Ihre Akquise bis hin zum Bewerbungsschreiben oder der klassischen Diät.
Große Projekte und gute Vorsätze, die anstehen, bei denen sich aber nicht wirklich etwas tut. Der Berg wird nicht kleiner, stattdessen kommt der Frust oder der Zeitdruck wird immer größer.

Wer diesen Zustand kennt, denkt meist in zu großen Schritten und langen Zeiträumen – und nicht konkret genug! Vorhaben, die in „Ich müsste mal“ und „Wisch-waschi-Vorsätze“ münden, bringen leider nichts. Die Devise lautet schlicht: „Einfach tun!“ Damit das aber wirklich leichter und effektiver wird, gibt’s die 72-Stunden-Regel.


Etappen statt Ziellinie

Die 72-Stunden-Regel ist keine magische Formel, hat aber manchmal eine beinahe magische Wirkung, wie ich aus Rückmeldungen meiner Workshopteilnehmer sagen kann…
Es geht darum ganz konkrete, kleine Schritte zu planen, die in den nächsten 72 Stunden umsetzbar sind, um ein übergeordnetes Ziel zu erreichen.

Das bedeutet, in Etappen zu planen. Außerdem führen die klar festgelegten Teilschritte dazu, dass Sie langfristig dranbleiben.
Dann passiert es nicht mehr, dass große Ziele diffus über uns wabern und wir sie irgendwann aus dem Fokus verlieren. Oder keine Lust mehr haben, weil nichts vorangeht.

Effektiv loslegen mit der 72 Stunden-Regel 72 Stunden sind so überschaubar wie die kleinen Etappenschritte: Es überfordert nicht,

lässt sich in einen vollen Alltag integrieren und zwingt doch zum Handeln. Wenn wir die Schritte in den nächsten drei Tagen gehen, steigt die Chance auf die Umsetzung des großen Ziels gewaltig. Das motiviert und treibt uns weiter an. Endlich geht es voran und wird effektiv!
Weg vom langen, großen Planen hin zum Tun! Denn ein noch so kleiner Schritt bringt uns definitiv weiter, als das lange Aufschieben und Bedauern …
Kleine Schritte statt Siebenmeilenstiefel
Also los!

  • Suchen Sie sich ein Ziel aus, das Sie längst angehen wollten oder das Ihnen bereits im Genick sitzt. Sagen wir mal, es geht darum das Büro neu zu organisieren.
  • Überlegen Sie sich jetzt ganz konkrete, möglichst kleinteilige Schritte, die Sie in den nächsten 72 Stunden direkt umsetzen können und die Sie Ihrem Ziel näher bringen. Hier besteht die Kunst darin, realistisch zu sein und wirklich konkret zu werden. Denken Sie an die Siebenmeilenstiefel: Beim Büro gibt es ganz viele große und kleine Aspekte, doch das meiste sind keine Grundsatzentscheidungen. Also schauen Sie wieviel Zeit Sie in den nächsten 72 Stunden haben und dann kommen maximal 5 machbare Punkte auf die Liste, wie bspw. Schublade ausmisten, Rollcontainer zerlegen, die fünf alten Ordner in den Keller bringen.

Kleine Schritte sind die Devise!
Die machen Sie dann innerhalb von 72 Stunden. Danach kommt die nächste Etappe. Sie werden staunen, was da plötzlich alles geht!

PS:
Für die Zweifler: Ja, das sind kleine Schritte, aber es sind Schritte und somit erste Erfolge, die zum weitermachen motivieren. Und es beginnt eben immer mit dem ersten Schritt, egal wie riesig das letztliche Ziel ist.
Für die Ehrgeizigen: Ja, ich meine kleine Schritte. Überfordern Sie sich nicht selbst, das demotiviert, wenn der Schritt bereits wieder ein großes Ziel ist – und Sie wollen doch beschwingt voranschreiten.
Für die Freunde einer guten Ausrede: Ja, in den nächsten drei Tagen ist sicher viel los, womöglich auch Wochenende … Aber: Deshalb machen wir ja kleine Schritte, die unmittelbar umzusetzen sind. Da findet jeder etwas.
Für alle: Schreiben Sie Ihre Schritte wirklich auf und kreuzen Sie die Punkte an bzw. streichen Sie Erledigtes durch – das ist Ihr Vertrag mit sich selbst auf dem Weg zum Ziel und sorgt für Verbindlichkeit. Seien Sie sich ein guter Vertragspartner!

Effektive Häppchen – gelobt sei die Pomodoro-Technik

Als ich vor Jahren noch an meiner Doktorarbeit schrieb und mich am Wochenende oder abends nach der Arbeit noch einmal an den Schreibtisch setzen sollte, habe ich mich ganz häufig überlistet: Ich habe mir vorgenommen zumindest 30-45 Minuten konzentriert zu versuchen, etwas zu Papier zu bringen. Volle Konzentration, keine Ablenkung – und siehe da, meistens war ich danach tatsächlich im Schreibfluss.
Erst viel später bin ich über die Pomodoro-Technik gestolpert und habe festgestellt, dass ich diese Methode tatsächlich schon ganz lange im Ansatz für mich genutzt habe. Mittlerweile gehört Pomodoro zu meinem Alltag und ich lege die Technik auch immer wieder Seminarteilnehmern ans Herz.
Bei mir ist es ein Reh, bei Francesco Cirillo, auf den die Pomodoro-Technik zurückgeht, war der Kurzzeitwecker, der zum Einsatz kommt in Form einer Tomate. Doch ob Pomodoro (oder bei mir Capriolo), es geht darum, Arbeitsschritte in 25 Minuten-Häppchen einzuteilen – die sogenannten Pomodori. Nach einem Pomodoro gibt es eine 5 Minuten-Pause, alle vier Pomodori wird eine längere Pause (ca. 20 -30 Minuten) gemacht. Genau dieser Wechsel zwischen hochkonzentrierter Arbeit und Pause ist hilfreich und tut uns gut.

Ob Capriolo oder Pomodoro – Hauptsache Technik!
Ob Capriolo oder Pomodoro – Hauptsache Technik!

Was ich so großartig an dieser Technik finde, ist die hohe Konzentration auf EINE Aufgabe. So sehr ich ein Multitaskingmensch bin, manchmal braucht es Monotasking, um wirklich effizient zu sein. Und ich bin immer erstaunt, wie unglaublich effektiv ich in gerade 25 Minuten sein kann – egal ob am Schreibtisch im Büro oder auch im privaten Bereich. Und wie früher hilft mir das Stellen des Weckers auch heute noch, um einfach loszulegen, denn es sind ja nur 25 Minuten 😉

Ausprobieren lohnt sich auf jeden Fall!

PS: Wer mehr über die Pomodoro-Technik erfahren mag, findet auch jede Menge im Netz, plus Bücher, Videos und Apps …

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte – Impulskarten fürs Coaching

Bild-, Impuls- oder Emotionskarten sind eine wunderbare Methode, um die emotional-kreative Hirnhälfte anzusprechen – im Coaching ebenso wie in der Seminar- und Teamarbeit.
Da ich selbst ein sehr visuell ausgerichteter Mensch bin, finde ich die Idee, mit Impulskarten zu arbeiten besonders reizvoll. Darüber hinaus stelle ich fest, dass es Coachingmomente gibt, in denen ein Bild einen Aha-Effekt auslöst, die Situation bzw. das angestrebte Ziel in visualisierter Form noch einmal viel greifbarer wird oder das Bild stellvertretend eine Art Anker darstellt. Es ist für mich eine Methode, hinter der ich entsprechend selbst gut stehen kann, was mir wichtig ist. Zudem bringen die Bildübungen in der Regel überraschende Resultate und funktionieren gut. Gerade wenn ein Klient unter Umständen sehr in seiner Problemspirale gefangen ist, wenn der Tunnelblick keinen Perspektivwechsel oder die rationale Sicht auf die Situation keinen Kontakt zu den Emotionen zulässt, können Bildkarten wertvolle Impulse bieten.
Es gibt einige Verlage und Anbieter, die Bildkarten für Coaching-, Training- und Seminarzwecke anbieten. Teilweise sind die Kartenmotive thematisch geordnet, meist ist es eine bunte Mischung. Ich habe mir einige angeschaut, aber festgestellt, dass mir die Karten nicht 100%ig zusagen – und wichtiger noch: Ich möchte die Karten frei verwenden können. Hintergrund ist die Idee, dem Coachee oder den Teilnehmern eines Seminars „ihre“ bzw. „seine“ Karte mit nach Hause geben zu können. Im Falle von gekauften Motivkarten ist dies nicht machbar.
Ich habe meine Fotos durchstöbert Impulskartenund festgestellt, dass ich sehr zügig eine anständige Sammlung an Bildern beisammen hatte. Diese wurden gedruckt und laminiert, damit ihnen das Agieren am Boden und das Weiterreichen durch diverse Hände nicht zu viel anhaben kann. Als Format habe ich DIN A5 gewählt – so lassen sich die Karten gut greifen und betrachten. Wenn dann eine Karte für jemanden eine besondere Bedeutung gewinnt, drucke ich sie einfach erneut aus und kann sie mitgeben.
Auch preislich ist diese Alternative deutlich günstiger als fertige Karten. Es braucht natürlich Zeit, Motive zu finden und die Karten herzustellen, aber es macht Spaß und ist wirklich individuell. Besonders praktisch ist es, wenn es ggf. KollegInnen gibt, mit denen man sich austauschen kann, so dass die Sammlung wächst und wechselt.
Wer auf Bilder- bzw. Motivsuche ist, der wird auch bei Online-Bilddatenbanken fündig. So kann man Bilder bspw. istockphoto kaufen – dort gibt es auch jede Woche ein Gratisfoto.

Nicht zuletzt: Was für die Bildimpulse gilt, lässt sich natürlich auch auf Zitatekarten und weitere Methoden übertragen …