Wenn die Kirschblüte die Menschen vereint

Mitte April fangen die japanischen Kirschblüten in der Ritterstraße an, zarte Knospen zu bilden. Es ist der alljährliche Auftakt für die schönste Zeit im Jahr, in der Anwohner, Touristen und Schaulustige in der Prachtstraße flanieren und fotografieren. Für drei Wochen erblüht die Straße in Pink und Rosa und vereint die Menschen.

Wenn das Wetter mitspielt ist gerade an den Wochenende jede Menge los: Internationales Publikum, das die Blütenpracht bewundert, inklusive japanischer Touristen, die sich vor japanischen Kirschblüten in Mainz fotografieren. Menschen aus Mainz und dem Umland, die sich den Farbrausch nicht entgehen lassen wollen, Profifotografen und Journalisten und nicht zuletzt Amateurfotografen, inklusive ihrer Models, die sich an den Bäumen räkeln. Nicht zuletzt die Picknicker, die es sich auf den Rasenstücken an der Straße bequem machen und ihr kleines Hanami feiern. Es ist schon eine spezielle Zeit als Anwohner. Da wird man durchaus auch mal nach einer Leiter gefragt, damit man besser Fotos machen könne…

Liegt es an der Schönheit des Vergänglichen? Liegt es am Beginn des Frühlings? Das Schöne ist neben dem wirklichen Genuss fürs Auge, die Offenheit der Menschen. Wir haben uns auch in diesem Jahr einfach mit Bank und Stühlen auf die Straße vor dem Haus gesetzt und zugeschaut. Die Menschen, die vorbeikommen sind so unterschiedlich, aber egal welches Alter, welches Geschlecht, welche Nationalität, welcher Beruf, welche … sie sprechen miteinander und erfreuen sich an diesem Naturschauspiel!
Viele haben uns angesprochen, erzählen persönliche Geschichten, berichten von ihren Kirschblüten-Erfahrungen, haben Freunde und Familie dabei und schwätzen einfach. Die Autos fahren langsam, manche halten an und machen Fotos, mischen sich ins Gespräch ein.

Auch wenn sich unsere kleinen Hanami-Abende nicht mit den japanischen Kirschblütenfesten vergleichen lassen, ist das Gefühl vielleicht vergleichbar: Man erfreut sich gemeinsam an der Schönheit der Natur und bestaunt die Pracht, die so kurzlebig ist. Und dabei fallen alle Unterschiede zwischen uns mal einfach weg. Vielleicht lässt sich ein bissel was von diesem Kirschblütengefühl in den Alltag mitnehmen.

 

 

Den eigenen Kompass ausrichten: Selbstpositionierung

In Kürze veranstalte ich einen Workshop zum Thema Selbstpositionierung und wurde gefragt, was es damit auf sich hat … Ganz allgemein geht es darum, Fähigkeiten, Kompetenzen und Talente zu entdecken – und so die eigenen Stärken zu stärken und sich darauf zu konzentrieren.
Der Hintergrund, warum ich dieses Thema anbiete, sind Fragen und Unsicherheiten, die mir immer wieder begegnen, weil jemand nicht weiß, wohin er sich beruflich (neu) orientieren soll oder weil er sich und die eigenen Fähigkeiten nicht gut präsentieren kann oder … Häufig erlebe ich, dass die (vermeintlichen) Schwächen leicht bestimmt werden, die Benennung der Stärken aber schwer fällt. Wir neigen dazu, uns auf die Schwächen zu konzentrieren und unser vorhandenes Potential auszublenden oder als selbstverständlich abzutun, anstatt dieses auszubauen.
Wenn wir über Familienmitglieder, Freunde oder Kollegen nachdenken, sind wir in der Lage bemerkenswerte Eigenschaften zu benennen. Doch wie sieht es bei uns selbst aus? Zu sagen, dass sie etwas gut können, fällt vielen Menschen schwer – es klingt nach Eigenlob. Doch warum sollten Sie nicht von Ihren Fähigkeiten überzeugt sein, ohne gleich überheblich zu werden? Und mal ehrlich: Wenn der Fokus immer auf den Dingen liegt, die wir nicht gut können, an denen wir arbeiten müssen, die uns fehlen etc. trägt das nicht gerade zu einem sicheren Auftreten bei, oder?
Gerade im beruflichen Kontext gilt es aber souverän aufzutreten und andere von den eigenen Kompetenzen zu überzeugen. Je genauer der Kompetenzkompass ausgerichtet ist, desto klarer sind wir in unserer Kommunikation, um unsere Interessen und Bedürfnisse zu vertreten, desto leichter gehen wir durchs Leben, weil wir wissen, wohin wir wollen …
Ob Berufsanfänger oder Wiedereinsteiger, ob angestellt oder selbstständig, ob in einer Veränderungssituation oder einfach neugierig, sich selbst besser einschätzen zu können – der Blick auf die eigenen Fähigkeiten ist wertvoll und hilft sich selbst klarer zu sehen und zu positionieren.

Den Kompass ausrichten und Kurs aufnehmen…
Den Kompass ausrichten und Kurs aufnehmen…

Das ist das Spannende an der Selbstpositionierung und der Grund, warum mir die Umsetzung so viel Spaß macht: Der Blick geht nach innen und gleichzeitig über den eigenen Tellerrand hinaus und ermöglicht neue Perspektiven. Am Ende geht es im Workshop darum, mit kreativen Methoden die eigene Schatzkiste zu finden und den Inhalt zu bestaunen! Mit dem Wissen um Kompetenzen und Interessen lässt sich der eigene Weg gestärkt mit frischem Rückenwind beschreiten.

Der Selbstpositionierungsworkshop findet am 29. März 2014 in Mainz statt. Weitere Informationen sende ich gerne zu.