Mit der Stiftung Weltkirche in Namibia

Hier war es recht ruhig .. Wer mich privat kennt weiß, dass ich gerade 10 Tage unterwegs war in Namibia. Seit gestern Morgen bin ich nun zurück, kämpfe noch mit einer Erkältung, habe Koffer ausgepackt, Wäsche gewaschen und packe ganz profan bereits wieder für drei Tage Hannover. Aber ein kleines Update soll es geben, für einen größeren Bericht braucht es noch Zeit.

Manchmal gibt es sie: Die „once in a lifetime opportunity“ – und der Auftrag der Stiftung Weltkirche des Bistums Mainz war definitiv eine solche. Mit einer kleinen Delegation nach Namibia reisen und als Pressearbeiterin dort die Arbeit der Kavango Community Development Foundation vor Ort anzuschauen und die Eröffnung des Waisendorfes miterleben zu dürfen, war eine einmalige Erfahrung.
Die Kavango Community Development Foundation (KCDF) ist das Hauptentwicklungsprojekt der Stiftung Weltkirche des Bistums Mainz. Das Waisendorf mit seinen vier Häusern, das von vier indischen Schwestern betreut wird, bietet 60 Kindern ein neues Zuhause, Versorgung, Zuwendung und Hoffnung auf ein besseres Leben. Am 26. November 2016 wurde das Waisendorf der Kavango Community Development Foundation in Namibia feierlich eröffnet.
Der ursprüngliche Familienverbund, der sich verwaister Kinder annimmt, ist durch die Arbeitslosenquote von 85 Prozent, Perspektivlosigkeit, Bildungsarmut und einer sehr hohen Aidsrate in der Region übersättigt, wodurch viele Kinder auf sich gestellt sind.
Wie wichtig das Waisendorf als Zeichen der Hoffnung für die Kavango Community ist, ließ sich in der Eröffnungszeremonie erspüren, an der rund 700 Menschen teilnahmen, darunter auch die Geschäftsführerin der Stiftung Weltkirche Bettina Kolbe, Julia Klöckner als Kuratoriumsmitglied, der Stammeshäuptling Hompa Kassian Shiyambi sowie der Abgeordnete der Region Petrus Kavhura und einige Spender aus Deutschland.

Die Stiftung Weltkirche hat es sich zur Aufgabe gemacht die Lebensbedingungen der Menschen im Nordosten Namibias am Rande des Caprivi-Streifens zu verbessern. Das Herzstück des Projektes, das von Pfarrer Angelo Stipinovich geleitet wird, ist die Kayova River Lodge: ein Konferenzzentrum, in dem auch ausgebildet wird und dessen Einnahmen in die sozialen Projekte vor Ort fließen. Hierzu gehören die vier Kindergärten, in denen jeweils bis zu 50 Kinder täglich eine Nahrung erhalten und Englisch lernen, um den Grundstein für eine bessere Bildung zu legen.
Darüber hinaus gibt es eine Stromversorgung sowie Trinkwasser für mittlerweile 30.000 Menschen in der Kavango-Region. Das ebenfalls angeschlossene Agrarprojekt sorgt für die Ernährung der Waisen- wie Kindergartenkinder und generiert zusätzliche Einkünfte durch den Verkauf des Angebauten. Ausschließlich Menschen aus der Community arbeiten innerhalb des Projektes und werden angeleitet. Aktuell beschäftigt die KCDF 108 Projektmitarbeiter, die jeden Schritt der Entwicklung und des Aufbaus aktiv mitgestalten – von der Herstellung der Steine über den Bau der Häuser bis hin zur Versorgung der Lodge-Gäste. Damit trägt die Stiftung dem ursprünglichen Kreislaufgedanken der Entwicklungshilfe Rechnung, indem das eingenommene Geld direkt wieder in die Region und Weiterentwicklung investiert wird. Es gilt, soziale Infrastrukturen zu schaffen, um die Menschen und die Region zu stärken, damit diese die Zukunft ihres Landes gestalten können.


Weitere Projekte, wie der Bau handwerklicher Geschäfte sind geplant, Kooperationspartner für die Ausbildung und Weiterentwicklung sind ebenso herzlich willkommen wie Besucher der Kayova River Lodge, Spender und Paten. Informationen zur möglichen Unterstützung gibt es hier: http://www.kavango-cdf.de.

Hinter mir liegen spannende, berührende, traurige, inspirierende, anstrengende, wunderschöne, bewegende, emotionale, heitere und einmalige Tage im Nordosten Namibias mit fabelhaften Menschen!
Die Kavangoregion am Rand des Caprivistreifens ist wirklich noch „Afrika-Afrika“. Die Landschaft ist unfassbar weit, die Menschen gleichermaßen arm wie herzlich, die Tierwelt spannend und ursprünglich – und das Projekt nachhaltig beeindruckend.
Ich muss die Eindrücke noch ein bissel sacken lassen, aber ich weiß, dass ich Namibia und das Projekt bereits in meinem Herzen trage und viel mitgenommen habe …

Ein Kommentar zu „Mit der Stiftung Weltkirche in Namibia

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